Kap Verden (Sal) - Veränderungen und Fortschritte in der 2. Woche #KiteWorldWide

von Patrick Kolei Kommentare 2. Woche Rückblick

Mittlerweile bin ich nun also schon seit zwei Wochen auf der schönen Insel Sal, um mich zu entspannen und vor allem auch meine "Fähigkeiten" beim Kitesurfing zu verbessern. Und auch wenn ab heute wieder eine dreitägige Windstille eingesetzt hat, es ist alles andere als langweilig und weiterhin ein wahres Paradies. In diesem Bericht werde ich mal den Kitespot, lokale Möglichkeiten für die Ernährung und auch meine Fortschritte in den letzten Woche unter die Lupe nehmen. Viel Spaß!

Veränderungen im Team

Wie bereits in meinem ersten Urlaubsbericht erwähnt, hat mich mittlerweile der erste Kern der Gruppe leider wieder verlassen müssen. Einige davon haben daher schon wieder die erste Arbeitswoche hinter sich und wie man in der gegründeten WhatsApp Gruppe lesen kann, tut man sich hier mit der Motivation noch etwas schwerer. Auch das Wetter spielt hier sicherlich eine große Rollen, denn zu Hause muss es jetzt bereits so richtig schmuddelig geworden sein. Egal ob morgens beim Frühstück, den Tag über beim kiten oder auch abends während dem Essen. Es ist eine andere Stimmung und es ist schon sehr erstaunlich, wie schnell mir diese vor einer Woche fremden Menschen ans Herz gewachsen sind.

Natürlich habe ich hier auch leichtes reden, denn ich sitze immer noch bei konstanten Temperaturen von 25-30 Grad am Beach und kann meine Sonnenzeit genießen. In der Zwischenzeit sind natürlich auch weitere Gäste im KWW House angekommen und haben sich selbstverständlich auch gut in die Gruppe integriert. Darunter sind sehr viele Schweizer, sodass wir alleine aus dieser Tatsache heraus sehr viel zu lachen haben, weil wir Deutsche gerne mal die Aussprache etwas veräppeln. Es ist aber alles in allem wirklich sehr freundschaftlich geblieben und alle die hier sind haben ein Ziel: Spaß bei ihrer Leidenschaft beim Kitesurfen ausleben. Auf dieser Grundlage gehen auch niemals die Gespräche aus, denn jeder erlebt während seinen Übungsstunden auf dem Wasser immer wieder einiges.

Auch in den nächsten Tagen wird es voller, denn in jeder Nacht kommen neue dazu. Leider verlassen und auch dieses Wochenende weitere tolle Menschen, mit denen ich auch hoffentlich nach meiner Reise noch im Kontakt sein werde. So habe ich zum Beispiel mit Iris und Michael bereits eine Verabredung zum gemeinsamen Skifahren ausgemacht, worauf ich mir jetzt schon freue. Auch wenn Schnee derzeit wirklich weit weg ist und ich mich momentan auch über die Sonne auf dem Körper und den Sand unter meinen Füßen freue. Ich bin gespannt, wen ich in meiner dritten Woche noch kennen lernen werde und freue mich auch darauf. Natürlich sind Lilly, Simon & Simon weiterhin vor Ort, um jeden einzelnen Gast einen schönen Urlaub zu ermöglichen. Auch wenn ich durch meine fehlenden Kitestunden nicht den ganzen Tag umsorgt werde, stehen sie mir immer für neue Übungen oder Fragen bzgl der Sicherheit oder Vorfahrtsregeln zur Verfügung.

Kitespot & Material

In diesem Teil möchte ich noch etwas näher auf den Kitespot eingehen, an welchem wir die meiste Zeit des Tages verbringen dürfen. Es ist für mich Morgens immer noch ein tolles Gefühl, mit dem Shuttlebus dort anzukommen, die ersten Kites in der Luft und die anderen Kiter in der Vorbereitung zu sehen. Zu dieser Zeit sind auch meist die Touristen am Beach unterwegs, die die Tour über die Insel machen. Der erste Spot scheint für diese immer früh Morgens der Besuch an unserem Lieblingsplätzchen zu sein. Wir machen dann natürlich schon immer unsere Witze, denn alles was am Strand noch fehlt, ist ein Schild mit der Aufschrift "Please do not feed the kiters". Auf dem ein oder anderem Urlaubsfoto werde ich im Hintergrund sicherlich auch drauf sein.

Unser Material bekommen wir in der Mitu & Djo Kite School. welchem keinem geringeren gehört als Mitu Monteiro, welcher bereits einmal World Champion und dreimal Vize World Champion im Kitesurfing geworden ist. Ich durfte ihn hier bereits auch Live in Action sehen, jedenfalls bevor er rüber zur Weltmeisterschaft geflogen ist. Leider hatte ich es verpasst, schnell noch ein Foto mit ihm zu machen. Er ist eine große Legende hier und ihn auf dem Wasser zu sehen, ist schon etwas ganz besonderes. Noch besonderer wird es allerdings, wenn er seinen Sohn mit nimmt. Dieser ist gerade mach sechs Jahre alt und wird sicherlich auch nicht der schlechteste, wenn man sieht, was dieser kleiner Kerl heute schon für Dinge mit dem Board anstellt. Dann stehen alle am Strand mit Ihren Handys, denn dann ist es immer eine ganz große Show, welche wir zu sehen bekommen. Bis zu meiner Abreise werde ich ihn allerdings nicht mehr treffen können.

Über meine Buchung über KiteWorldWide habe ich die Möglichkeit, das komplette Mataerial auszuleihen, ohne dafür noch etwas extra bezahlen zu müssen. Nach meinen Kitestunden bei Simon & Simon habe ich allerdings nochmal eine Versicherung für die restlichen 14 Tage abgeschlossen (ca. 140 Euro), damit ich bei möglichen Abstürzen oder defekten an meinem Kite keine Probleme bekomme. Egal welche Windbdingungen vorherrschen, ich kann mir die Größe und das Board immer frei wählen. So hatte ich heute auch bereits die Möglichkeit die neuen 2019 Modelle von f-one zu fliegen, die sind wirklich alle nagelneu. Leider hat der Wind uns ab Mittag verlassen, sodass ich diesen nur einen halben Tag lang ausprobieren konnte.

Es war schon etwas seltsam, also ich nach dem Heimflug von Andrea plötzlich alleine am Strand stand. Alles alleine aufbauen und dabei auch die Sicherheit zu beachten, war hier schon eine Umstellung für mich. Nachdem das aber die ersten 2-3 Tage gut geklappt hatte, bekam ich auch hier eine gewisse Routine und Ruhe rein. Im Hinblick auf meine Anfänge auf dem Board vor wenigen Tagen, konnte ich mich zudem stark verbessern. Die Möglichkeit den ganzen Tag alleine auf dem Wasser zu sein, seinen eignen Kite nutzen zu können, ist dabei ein großer Luxus. Nachdem die Wasserstars rechts/links kein Problem mehr fahren, machte ich mich immer mehr ans Höhe halten und Höhe fahren. Auch das gelingt mir mittlerweile wunderbar. Die nächsten Schritte waren die Straßenbahnwende und dann die Wende mit der "Toe to Heel" Technik, bei der man kurz vor der Wende auf die Seite der Zehenspitzen wechselt, das Board kurz danach in eine Kurve lenkt und mit dem Kite oben die neue Richtung einleitet. Erstaunlich, aber ich hatte nur drei Versuche und keinen Sturz benötigt, um den Dreh für mich heraus zu finden.

Das war nochmal so der letzte Baustein, um dann schlussendlich auch weiter links fahren zu können und somit den Anfängern und den Kiteschulen aus dem Weg zu gehen. Ich traute mich auch immer mehr und mehr etwas weiter raus zu fahren, um besser Höhe laufen zu können. Dabei war meine Lieblingszeit immer zwischen 16-17:30 Uhr, denn die Sonne stand hier schon weit unten, schien mir ins Gesicht und spiegelte ich auf der Wasseroberflöche. Was für ein Traum! Das versuchte ich dann auch erstmal mit der GoPro einzufangen, denn Simon lieh mir hierfür die Halterung fürs Armgelenk. Mal sehen, ob ich aus diesem Material am Ende ein schönes Video zaubern kann.

Lokale Restaurants & Bars

Nach den ganzen Stunden am Beach und auf dem Wasser, mussten wir uns natürlich auch immer essenstechnisch gut versorgen. Neben den üblichen Dingen wie Pizza, Pasta oder Kuchen, probierten wir natürlich auch die lokale Küche. Hierbei ist zum Beispiel "Cachupa" ein berühmter Gericht auf den kapverdischen Inseln. Dieser langsam gegarte Eintopf aus Mais, Bohnen, Maniok, Süßkartoffeln, Fisch oder Fleisch wird oft als Nationalgericht des Landes bezeichnet. Er sieht schon aus wie ein Allerlei, aber schmecken tut er. Auch Süßspeisen spielen auf dieser Insel eine große Rolle, aber da bin ich bekanntlich kein großer Fan uns muss hier bei Tipps leider passen.

Bisher hatten die meisten hier ein "wenig" Probleme mit dem Magen, eine wirkliche Ursache hatten wir hier allerdings nicht wirklich ausmachen können. Viele schieben es auf den Salat, weil dieser angeblich mit dem nicht besonders gutem Leitungswasser gereinigt wird. Ich hatte allerdings keinen und anfangs nach dem Genuss eines wirklich guten Burgers ein paar Probleme. Allerdings denke ich, dass der Magen sich generell an die Umstellung gewöhnen muss und die Speisen generell eine andere Zubereitung als bei uns durchmachen. Seitdem konnte ich alles essen, wobei ich den Fisch natürlich bevorzuge und es auch hierbei sehr viele Variationen gibt.

Inzwischen konnten wir einige Restaurants & Bars ausprobieren und haben dabei schon die ein oder anderen Favoriten gefunden. Sehr gut essen kann man aus meiner Sicht im Palm Beach, in welcher auch die Musik und der Service ausgezeichnet ist, und im Calms. Beide sind auch von den Preisen sehr gut, auch wenn wir im Calms mit einer Wartezeit von fast 2 Stunden unseren bisherigen Rekord erleiden mussten. Man versicherte uns zwar alle 15 Minuten, dass es nun gleich kommen würde, aber die Gelassenheit und gelebte "Cabo Verde - No Stress" Mentalität ist auch hier immer deutlich spürbar. Auch wenn ich in den letzten Tagen auch wesentlich entspannter wurde, als Europäer kann man an dieser schon etwas verzweifeln. Auch gerade dann, wenn man nach einem langen Tag auf dem Wasser ein großes Loch im Bauch hat, müde ist und einfach nur extrem hunger hat.

Auch in den nächsten Tagen werden wir weitere Restaurants testen, sodass ich mich hier weiter auf die Vielfalt der Fischvarianten freue. Zum Abschluss kann man auch gerne einen Caipirinha in der Buddy Bar genießen, wo man nebenbei noch mit etwas Livemusik verwöhnt und den Abend schön ausklingen lassen kann.

Next Level & Ausblick

Bisher hatte während meiner Aufenthaltszeit nur zwei Tage, an welchen kein Wind zum kiten vorhanden war. Das ist, wie mir hier auch versichert wurde, ein absoluter Bestwert. Natürlich habe ich bei meinen drei Wochen insgesamt auch weniger Stress als bei anderen, die zwischen 7-10 Tage hier sind. Nun stehen uns allerdings wieder 2-3 Tage bevor, die nicht ausreichen werden, um einen Kite am Himmel zu halten, geschweige denn auf dem Wasser gleiten zu können. Für mich alles kein Problem, denn ich merke schon, dass ich mittlerweile etwas müde und ausgelaugt bin. Auch wenn ich derzeit nachts sehr gut schlafen kann, freue ich mich jetzt auf etwas Ruhe. vermutlich werde ich mit einem Teil der Gruppe auch nochmal über die Insel fahren, auch wenn ich die meisten Spots bereits kenne.

Am Sonntag sollen hier auf die Insel auch die größten Wellen ankommen, die man hier seit langem gesehen hat. Wir werden an diesem Tag wohl nach Ponta Preta fahren, um diese Spektakel anzuschauen. Ins Wasser oder auf ein Surfbrett werde ich mich dann allerdings wohl nicht trauen.

Am Dienstag gehts dann auch mit dem Wind weiter, so jedenfalls derzeit die Vorhersage aus meiner App Windfinder Pro, welche mir hier auch empfohlen worden ist. Dann werde ich mich wohl wieder in die Wellen stürzen können, um noch mal ein paar Übungen und eventuell auch weitere Verbesserungen erreichen zu können. Am Ende werde ich mir wohl auch eine entsprechende Lizenz ausstellen lassen, die meine bis dahin erreichen Fähigkeiten dokumentiert und es mir dann erlaubt, an allen Stationen auf der Welt ohne Probleme das Material ausleihen zu können.

An dieser Stelle ein kurzer Einwurf von Simon (dem kleinen Italiener):
In der letzten Woche waren sehr wenig Begeisterung für die Yogastunden. Es wäre also schön, wenn sich hier mehr Enthusiasten finden würden. Ganz ehrlich: Ich habe meine Laufschuhe dabei und bin abends allerdings so hundemüde, dass ich es gerade noch zum Essen und dann schnellstmöglich ins Bett schaffe :-D Sorry!

Hinweis: Sollten Sie sich auf einem oder mehreren meiner Bilder erkennen und gegen diese Veröffentlichung in meinem Blog sein, so nehmen Sie doch bitte Kontakt mit mir auf, damit ich diese(s) umgehend entfernen kann.

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